Caching Plugins

WP Caching Plugins: Cache Enabler, W3 Total Cache oder WP Rocket?

Caching Plugins ermöglichen die Beschleunigung der Website-Ladegeschwindigkeit durch das Laden von Inhalten aus dem Cache. Caching bedeutet Zwischenspeichern von Websites und Website-Bestandteilen auf dem Server. Das heißt, dass beim Laden der Website nicht alles neu geladen werden muss, sondern manches bereits im Zwischenspeicher zur Verfügung steht oder auch verzögert geladen werden kann. Das spart im Idealfall wertvolle Zeit bei der Wiedergabe der Website und erhöht damit die Website-Geschwindigkeit

Die meisten WordPress Websites benötigen Caching Plugins, um die Ladegeschwindigkeit zu verbessern. Gründe dafür sind vielfältig: großformatige und/oder zahlreiche Bilder, Videos, Animationen, CSS- und JS-Scripts oder andere Design-Bestandteile, die sich überdurchschnittlich stark auf die Ladezeit auswirken.

WooCommerce-Shops mit vielen Produktfotos werden zum Beispiel ohne Caching Plugins keine vernünftigen Pagespeeds erzielen. Und die Ladezeit beeinflusst den Shop-Umsatz: Jede Sekunde mehr Ladezeit bedeutet weniger Umsatz, da Website-Besucher:innen abspringen. Allerdings funktioniert nicht jede Caching-Lösung mit jedem WordPress-Theme oder lässt sich konfliktfrei mit den anderen Plugins der Website kombinieren. Daher ist es wichtig, mehrere Plugins und deren zahlreiche Einstellungen zu testen, um die optimale Konfiguration zu finden. Achtung: Dabei darf immer nur ein Caching-Plugin pro Website aktiv sein, damit Plugin-Konflikte vermieden werden.

Ich stelle in diesem Blog-Beitrag 3 Caching Plugins vor, die ich auf verschiedenen Websites im Einsatz habe: Cache Enabler, W3 Total Cache und WP Rocket

Caching Plugins: Auswahlkriterien

Auf der Suche nach dem optimalen Caching Plugin hilft eigentlich nur: Testen, Testen, Testen. Denn es lässt sich nicht von vornherein beantworten, welche Caching Lösung in der jeweiligen Kombination von WordPress Theme, Plugins und Design am meisten bringen wird. Dennoch liste ich hier ein paar meiner grundsätzlichen Kriterien für Caching-Plugins auf, um den Vergleich der vorgestellten Plugins zu erleichtern:

  • Usability: Sind die Einstellungsmöglichkeiten / Settings leicht verständlich?
  • Minify-Einstellungen für HTML, CSS und JS und deren Auswirkungen auf das Design
  • Bildoptimierung: Optimierung der Bildgrößen, Lazy Load
  • Investition: Free Version oder Premium Version
Da es nicht „das ideale Caching-Plugin“ gibt, stelle ich hier 3 sehr häufig verwendete Lösungen mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Die Nachteile dürfen nämlich auch nicht unterschätzt werden: Einige Caching-Einstellungen können dazu führen, dass die Website nicht mehr korrekt dargestellt wird. 
 
Daher vor dem Vergleich noch ein wichtiger Tipp: Caching-Plugins wenn möglich immer in einer Entwicklungsumgebung, auf einer Staging-Seite oder im Maintenance Mode testen!

Cache Enabler

Das kostenlose Plugin Cache Enabler eignet sich besonders gut als Einstiegsvariante, da kaum Einstellungen vorgenommen werden müssen. Es ist also eine der ganz wenigen Plug&Play-Lösungen auf diesem Gebiet, die auch hält, was sie verspricht. Sprich: Cache Enabler installieren, aktivieren und voilà: sogar ohne Änderungen an den Settings lädt fast jede Website damit schneller als zuvor. Das ist bei vielen anderen Caching Plugins erst nach langwierigen Tests der Konfiguration erreichbar. Allerdings kommt nicht jede Website mit einer so einfachen Cache Lösung aus. Bei größeren Websites lohnt sich die Arbeit an den Settings durchaus.

Besonders die Minify-Einstellungen, die bei anderen Caching Plugins für Kopfzerbrechen sorgen können und auch gerne einmal das Website-Design teilweise erheblich (zer)stören, sind hier mit nur einem Klick einstellbar. Und während Minify bei W3 Total Cache und WP Rocket oft gröbere negative Auswirkungen hat, habe ich mit der Minify-Konfiguration von Cache Enabler bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Trotzdem gilt natürlich: möglichst zuerst auf einer Testseite testen.

Caching Plugins: Cache Enabler

 

Wer allerdings Lazy Load benötigt, also ein verzögertes Laden von Fotos/Videos, muss sich ein anderes Plugin suchen. Dafür bietet Cache Enabler das Caching von WebP-Bildern an. Das ist jenes aktuelle Bildformat, das derzeit für die kleinsten Dateigrößen bei Bildern sorgt. Eine Konvertierung von .jpeg oder png.-Bildern in das WebP-Format ist zum Beispiel mit Imagify oder Optimus möglich.

Hier der Überblick über die Highlights von Cache Enabler:

  • Usability: sehr gut
  • Minify-Einstellungen: sehr einfach
  • Bildoptimierung: kein Lazy Load, aber WebP-Unterstützung 
  • Kosten: nur Gratis-Version 

Das Caching Plugin Cache Enabler gibt es nur als Freeware, die vorherige WebP-Bildkonvertierung kann aber Kosten verursachen.

W3 Total Cache

Das Plugin W3 Total Cache ist mein Favorit unter den kostenlosen Caching Plugins, da es sehr viele Features und Einstellungsmöglichkeiten bietet. Auf den meisten Websites ist mit W3TC eine erhebliche Verbesserung der Ladezeiten erreichbar. Dennoch gilt auch hier: Es sind evtl. nicht alle Website-Designs / Themes / Plugins mit W3TC kompatibel, daher unbedingt vorher in einer Entwicklungsumgebung testen! 

Die Minify-Einstellungen sind bei W3TC schon etwas komplexer als bei Cache Enabler. Es empfiehlt sich daher, diese stufenweise zu testen. Das bedeutet, Minify zunächst nur für CSS konfigurieren, daraufhin das Website-Design überprüfen, ob alles noch so aussieht und funktioniert, wie es soll, und danach erst weitere Minify-Optionen wie JS-Minify testen. Minify entfernt „White Space“, also Leerzeichen, aus dem Code. Relativ oft führt das dazu, dass der Code nicht mehr wie vorher funktioniert und die Minify-Einstellungen wieder rückgängig gemacht oder bestimmte Seiten ausgeschlossen werden müssen. Stufenweise Tests erleichtern es nachzuvollziehen, welche Einstellung eventuell Probleme verursacht hat.

Zusätzlich zu Minify bietet W3TC zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten inklusive der Ladeverzögerung von Bildern, daher lässt sich der Pagespeed mit W3TC meist stärker verbessern als mit Cache Enabler. Auf den meisten Websites, auf denen ich das Plugin im Einsatz habe, ist die Auswirkung auf die Ladezeit wirklich beachtlich, besonders für ein kostenloses Tool!

Caching Plugins: W3 Total Cache

 

Hier der Überblick über die Highlights von W3 Total Cache:

  • Usability: sehr gut
  • Minify-Einstellungen: viele Settings, trotzdem einigermaßen verständlich
  • Bildoptimierung: ja, inkl. Lazy Load (nur Bilder)
  • Kosten: Gratis-Version oder Premium-Version

Das Caching Plugin W3 Total Cache gibt es als Freeware sowie in einer Premium Version um derzeit 99 USD/Monat (Stand: 04/2022). Es sind aber wirklich überdurchschnittlich viele Features bereits in der Gratis-Version enthalten, sodass die Premium-Version in den meisten Fällen nicht benötigt wird. Lazy Load für Google Maps ist allerdings nur in der Premium-Version enthalten, und das könnte ein guter Grund sein, sich für diese zu entscheiden.

WP Rocket

Das Plugin  WP Rocket ist das WordPRess Premium Caching Plugin schlechthin. Es gibt keine Gratis-Version. Die zahlreichen Features und Settings gehen noch weit über die Möglichkeiten von W3TC hinaus. Damit können viele Websites quasi bis zum Anschlag beschleunigt werden.

Es ist allerdings kein „Anfänger-Plugin“, obwohl WP Rocket mit Usability wirbt und zugegebenermassen sehr übersichtlich designed ist. Das Studieren der Dokumentation ist dennoch empfehlenswert, um die Optimierungsmöglichkeiten voll nutzen zu können.


Hier der Überblick über die Highlights von 
WP Rocket:

  • Usability: umfangreich, aber sehr übersichtlich
  • Minify-Einstellungen: viele Settings
  • Bildoptimierung: ja, inkl. Lazy Load von Bildern, Videos und iFrames 
  • Kosten: nur Premium-Version

Was WP Rocket als Premium Plugin von den kostenlosen Alternativen unterscheidet, sind mehrere zusätzliche Features wie Preload und Prefetch-Optionen, zum Beispiel für die Optimierung der Google Fonts Ladezeiten, Lazy Load für Videos und iFrames, Datenbank-Bereinigungs-Optionen, Premium Support und einiges mehr. 

Für größere Web-Projekte kann ich WP Rocket auf jeden Fall empfehlen. Falls du eine WP Rocket-Lizenz über einen Klick auf die Links in diesem Blog-Artikel oder auf das Bild oben erwirbst, erhält ADAWEB eine kleine Provision. Eine Anmerkung dazu: Ich empfehle grundsätzlich nur Plugins, von denen ich wirklich überzeugt bin und die ich persönlich getestet habe.

Caching Plugins im Vergleich

Vom einfachen, aber dennoch effektiven Gratis-Plugin Cache Enabler über das umfangreiche Tool von  W3 Total Cache bis zur Profi-Version von  WP Rocket sollte hier für jede WordPress Website und jedes Budget eine gute Caching-Lösung dabei sein:

Cache Enabler

W3 Total Cache

WP Rocket

Cache Enabler-Preise

FREE

WT3C-Preise

FREE
PRO
: 99$ /Jahr

WP Rocket-Preise

Single: 49$ (1 Website/ Jahr)
Plus: 99$ (3 Websites/ Jahr)
Infinite: 249€  (x Websites/ Jahr)

Fazit

Die Auswahl des geeigneten Caching Plugins kann durchaus zeitaufwendig sein. Daher habe ich in hier meine drei Favoriten und ihre Möglichkeiten vorgestellt. Zum Schluß noch einmal der wichtige Sicherheitshinweis: Die Einstellungen von Caching Plugins immer in einer Entwicklungsversion oder auf einer Staging-Website testen oder einfach deine WordPress Agentur damit beauftragen!

PS: Dieser Blog-Beitrag enthält Affiliate-Links zur Plattform ShareASale. Das bedeutet, dass ADAWEB beim Kauf einer WP Rocket Lizenz eine Provision erhält.

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