SEO

SEO: Die 5 Gebote für bemerkenswerte Texte

SEO kann aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Im Zusammenhang mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung tauchen häufig Zauberwörter wie OffSite- und OnSite-Optimierung, Keywords, Backlinks oder Hummingbird auf.  Wo anfangen, ist daher die große Frage. Am besten bei den Texten!

Relevante, leicht lesbare Texte sind auf jeden Fall einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein gutes Google-Ranking. In diesem Artikel erfährst du, wie Texte anhand einfacher Regeln für Kund:innen und Suchmaschinen optimiert werden können.

Google bewertet Suchergebnisse nach über 200 Faktoren. Diese werden in Updates mit klingenden Namen wie Hummingbird, Panda, Penguin oder Bert verpackt und wirken sich auf das Ranking von Websites im Google-Suchindex aus.

Wenn der natürlich geheimgehaltene Google-Algorithmus die Bibel der SEO-Expert:innen darstellt, dann schauen wir uns doch einmal die Kurzfassung an. Ich habe die Hauptkriterien für suchmaschinenoptimierte Texte zu 5 Geboten zusammengestellt, deren Beachtung uns Hoffnung auf einen Platz im Paradies, oder – profaner ausgedrückt – auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse gibt.

SEO Keywords und Überschriften

Du sollst nur ein Keyword haben!

Für optimal auffindbare Landing Pages wird zunächst ein Keyword pro Seite definiert. Damit eindeutig klar ist, worum es geht, gibt es pro Seite nur ein Keyword oder eine Keyphrase. Ein Beispiel:  Das Keyword dieses Blogartikels lautet wenig überraschend SEO.

Es besteht alternativ auch die Möglichkeit, mit einer zusammenhängenden Keyphrase zu arbeiten. Sogenannte Long Tail Keywords wären zum Beispiel „SEO Texte“ oder SEO Tipps für Texte. Nicht möglich wären hingegen zwei getrennte Keywords wie „SEO“ und  „SEO Tipps“ für ein und denselben Text.

Welches das beste Keyword für einen Text ist, ergibt sich aus der Keyword-Recherche. Diese kann zum Beispiel mit dem Google Keyword Planner, mit Google Trends oder Tools wie dem ahrefs Keyword Generator durchgeführt werden. Damit kannst du herausfinden, nach welchem Keyword deine Zielgruppe häufiger sucht.

Wird zum Beispiel in Österreich öfter nach dem Begriff „Suchmaschinenoptimierung“ oder nach „SEO“ gesucht? Wie oft zeigt Google Suchergebnisse für diese Begriffe an (Impressionen) und wie häufig wird darauf geklickt? Diese Fragen beantworten die genannten Keyword-Tools.

Steht das Keyword einmal fest, kann es optimal im Text platziert werden. Für diese Platzierung gibt es einige Grundregeln: Das Keyword soll unbedingt jeweils ein Mal im Seitentitel sowie in der Meta-Description vorkommen. Die H1-Überschrift muss das Keyword beinhalten, vorzugsweise gleich am Anfang. Außerdem ist zu beachten, dass das Keyword im Text häufiger vorkommen soll, und zwar vorzugsweise in Zwischenüberschriften und am Beginn von Absätzen. Die Häufigkeit des Vorkommens im Text ist als Keyword Density Rankingfaktor bekannt, hat in den letzten Google-Updates aber an Bedeutung verloren. Eine gute Keyword Dichte liegt derzeit bei 1-2%.

Im übrigen bewertet Google die Lesbarkeit von Texten auch nach weiteren strukturellen Kriterien wie der Einhaltung der Überschriften-Hierarchie: Es darf also nur eine H1-Überschrift geben und Zwischenüberschriften müssen jeweils aufeinander folgen, also H1, H2, H3 etc. und nicht H1, H2, H4. Die Ergänzung zum ersten Gebot lautet also: Du sollst nur eine H1-Überschrift haben!

Lesbare Texte, keine Tricks

Du sollst lesbare Texte schreiben und nicht versuchen, den Google-Algorithmus auszutricksen!

Beim Verfassen von Texten, die den üblichen SEO-Kriterien entsprechen, kann es verlockend erscheinen, den Text hauptsächlich für die Suchmaschinenlesbarkeit zu schreiben. Das ist aber keine gute Idee, denn SEO-Tricks werden auch vom Google-Algorithmus überprüft.

Im schlimmsten Fall führt das dann dazu, dass die Website schlechter bewertet und weiter unten angezeigt oder gar nicht mehr indexiert wird. Das kann passieren, wenn zahlreiche irrelevante Keywords versteckt auf der Seite eingebaut werden oder die vorher erwähnte Keyword Density viel zu hoch ist. Solche Methoden waren früher beliebt, wurden aber durch die letzten Google Updates immer mehr zurückgedrängt.

Am besten ist es also, du schreibst für deine Website-Besucher:innen und Kund:innen und nicht für Google. Außer du hast ein geniales IT-Startup gegründet, das von Google aufgekauft werden soll ;).

Kurze Sätze, kurze Absätze

Du sollst keine Schachtelsätze schreiben!

Die Lesefreundlichkeit von Texten ist ein weiteres wichtiges SEO-Kriterium. Dafür wird der sogenannte Flesch-Reading-Ease Index herangezogen, der hauptsächlich anhand der Länge von Sätzen die Lesbarkeit des Textes nach einer Formel berechnet und mit einer Punktezahl von 0-100 bewertet.

Ein höherer Wert ab ca. 50-60 Punkten steht dabei für leichtere Lesbarkeit. Texte mit vielen Schachtelsätzen hingegen ergeben einen niedrigen Flesch-Score von weniger als 30 Punkten und weisen auf eine hohe Textkomplexität hin. Das ist für Websites grundsätzlich nicht zu empfehlen, da meist ein breiteres Lesepublikum angesprochen werden soll.  Es ist daher ratsam, auch bei Websites, die sich an ein Fachpublikum richten, auf gut verständliche Texte zu achten. Am besten gelingt das mit möglichst kurzen Sätzen und Absätzen nach dem KISS-Prinzip Keep it short and simple!

Die Textlänge insgesamt ist davon allerdings nicht betroffen, eher im Gegenteil: Längere Texte werden eher als relevant betrachtet: Texte zwischen 600 und 2500 Wörtern liegen im Idealbereich.

Du kannst den Flesch-Score deiner deutschsprachigen Texte vorab auf der Website https://fleschindex.de testen. Das WordPress SEO-Plugin Yoast hat den Flesch Reading Ease Score gleich mit eingebaut.  Andere interessante Tools für die Optimierung von Texten sind aus meiner Sicht Shorty, ein KI-Tool zur automatisierten Entfernung zu langer, nichtssagender Sätze, und Visual Matter, das bereits in der kostenlosen Testversion umfangreiche Textanalysen bietet.

Suchintention beachten

Du sollst beim Schreiben an die Interessen der Website-Besucher:innen denken!

Überraschung: Auch dafür gibt es eine Formel! Sie lautet Know – Go – Do – Buy. Es geht also darum, ob die Suchergebnisse den Interessen der Website-Besucher:innen entsprechen. Ist das nicht der Fall, wird das Suchergebnis vielleicht angeklickt, aber die Website gleich wieder verlassen. Stichwort hohe Absprungrate.

Es ist also nicht ratsam, jemanden mit einem reinen Informationsbedürfnis (Know) anzulocken und dann statt Informationen nur ein kommerzielles Produkt (Buy) anzubieten oder umgekehrt. Das wird nicht funktionieren und führt  auf Dauer zu einer schlechteren Platzierung im Suchmaschinen-Ranking. 

Vielmehr ist es empfehlenswert, mittels gut überlegter Keywords auf den passenden Landing Pages einen relevanten Einstieg zu bieten und dann durch intelligent platzierte interne Links die Besucher:innen durch den sogenannten Sales Funnel durchzuführen. Dabei kann der Startpunkt an beiden Enden liegen, sodass zu Beginn die Information und am Ende die Konversion, also ein Kauf (Buy) steht. Oder die Reise beginnt auf einer Shop Landing Page (Buy), die durch einen Blog mit tiefergehenden Informationen (Know) zu den Produkten ergänzt wird. So können im Idealfall alle Bedürfnisse der Website-Besucher:innen zum richtigen Zeitpunkt erfüllt werden.

Unverwechselbare Texte

Du sollst nicht abschreiben!

SEO bedeutet auch Originalität. Jedes Suchergebnis, das im Google-Index erscheint, sollte einzigartig sein. Als Duplikate erkannte Seiten werden automatisch herausgefiltert. Abschreiben ist daher eine ganz schlechte Idee, nicht nur aus Gründen der Redlichkeit und des Copyrights.

Best Practice heißt also: Keine Textpassagen von anderen Seiten übernehmen und auch darauf achten, dass sich die Texte nicht an verschiedenen Stellen innerhalb der Website gleichlautend wiederholen! Mehrsprachigkeit ist natürlich davon ausgenommen.

Fazit

Werden die wichtigsten SEO-Regeln für Texte beachtet, ist bereits viel für die optimale Auffindbarkeit durch Suchmaschinen getan. Die WordPress-SEO-Plugins Rank Math und Yoast erleichtern diese Aufgabe durch automatisierte Checks der hier beschriebenen Kriterien.

Dieser Blog-Artikel hat übrigens eine Keyword Density von 1,5, einen Flesch-Score von 50/100 und 95/100 Punkte bei Rank Math.

ADAWEB ist als WordPress-Agentur auf die technische und kreative Umsetzung individueller Websites spezialisiert. Informiere dich unverbindlich über unsere Leistungen und Preise.

Wir freuen uns auf deine Anfrage.

Über die Autorin*